Der verbundene Atem (auch bekannt als verbundenes Atmen, konnektives Atmen oder im Englischen connected breathing) ist eine Atemtechnik, bei der die Ein- und Ausatmung ohne Pause miteinander verbunden werden. Das heißt: Du atmest tief ein und direkt wieder aus, ohne Zwischenhalt – es entsteht ein fließender, rhythmischer Atemkreislauf.
Merkmale des verbundenen Atems:
Kann in einem meditativen oder therapeutischen Setting angewendet werden.
Wirkung & Ziele:
⚠️ Hinweis:
Diese Technik kann sehr intensiv sein. Es wird empfohlen, sie unter Anleitung eines erfahrenen Atemcoaches oder Therapeuten zu machen – besonders beim ersten Mal.
Körperlich: Zugang durch den Atem
Beim bewussten, verbundenen Atmen wird der Körper mit viel Sauerstoff versorgt und CO₂ wird stark reduziert. Das führt zu:
Viele emotionale Erlebnisse werden im Körper „gespeichert“. Durch Breathwork werden diese Bereiche aktiviert, wodurch sich alte Spannungen lösen können – und mit ihnen die darin gebundenen Emotionen.
Psychisch: Unterdrückte Emotionen tauchen auf
In der sicheren Atmosphäre von Breathwork kann es sein, dass sich unterdrückte Gefühle zeigen – z. B.: Wut, Trauer,Angst, Scham, Freude (auch das kommt oft!)
Weil du im Atem bleibst und nicht in den „Kopf“ flüchtest, können diese Emotionen gefühlt und ausgedrückt werden – ohne Drama, ohne Bewertung. Dadurch integriert sich die Energie, die vorher festgesteckt war.
Energetisch: Blockaden lösen, Flow spüren
Viele Breathwork-Praktiken sprechen auch von Energiezentren (z. B. Chakras) oder dem Energiefluss im Körper. Emotionale Blockaden zeigen sich oft auch als: Druck im Brustkorb, Kloß im Hals, Schwere im Bauch.
Durch bewusstes Atmen kann diese Energie wieder ins Fließen kommen. Menschen berichten oft von einem Gefühl der Befreiung, Klarheit oder einem starken Frieden danach.
🔁 4. Integration: Neuverknüpfung im Gehirn
Wenn alte Emotionen gefühlt und losgelassen wurden, kann das Gehirn neue Verbindungen knüpfen:
🧘♂️ Wie fühlt sich das an?
Jede Erfahrung ist anders, aber hier sind typische Erlebnisse:
1. Der Atem als Brücke
Der Atem ist die direkteste Verbindung zwischen deinem bewussten Geist und deinem Körper.
Wenn du anfängst, achtsam zu atmen, merkst du sofort:
Durch diese Aufmerksamkeit wird dein Körper spürbarer und lebendiger.
2. Spannungen & Blockaden wahrnehmen
Während einer Breathwork-Session zeigen sich oft Stellen, die du im Alltag gar nicht mehr „wahrgenommen“ hast – z. B.:
Das sind oft emotionale oder energetische Spannungen, die du durch den Atem bewusst fühlen und loslassen kannst. Je mehr du das übst, desto feiner wird deine Körperwahrnehmung.
3. Präsenz im Jetzt
Atem bringt dich ins Hier & Jetzt. Und im Jetzt wohnt der Körper. Während Breathwork bist du nicht in Gedanken über gestern oder morgen – du fühlst, was jetzt gerade da ist.
Diese Präsenz fördert:
4. Integration & neue Verknüpfungen
Mit regelmäßigem Breathwork wird dein Gehirn neu trainiert, deinen Körper als sicheren Ort wahrzunehmen.
Gerade bei Menschen, die sich durch Stress, Trauma oder Leistungsdruck vom Körper „abgetrennt“ haben, wirkt der bewusste Atem wie ein sanftes Zurückkehren zu sich selbst.
5. Verbindung zu Emotionen
Emotionen sind körperlich – sie zeigen sich als Wärme, Enge, Zittern, Weinen, Druck usw.
Wenn du mit dem Atem tiefer eintauchst, lernst du:
Körperlich: Zugang durch den Atem
Beim bewussten, verbundenen Atmen wird der Körper mit viel Sauerstoff versorgt und CO₂ wird stark reduziert. Das führt zu:
Viele emotionale Erlebnisse werden im Körper „gespeichert“. Durch Breathwork werden diese Bereiche aktiviert, wodurch sich alte Spannungen lösen können – und mit ihnen die darin gebundenen Emotionen.
Psychisch: Unterdrückte Emotionen tauchen auf
In der sicheren Atmosphäre von Breathwork kann es sein, dass sich unterdrückte Gefühle zeigen – z. B.: Wut, Trauer,Angst, Scham, Freude (auch das kommt oft!)
Weil du im Atem bleibst und nicht in den „Kopf“ flüchtest, können diese Emotionen gefühlt und ausgedrückt werden – ohne Drama, ohne Bewertung. Dadurch integriert sich die Energie, die vorher festgesteckt war.
Energetisch: Blockaden lösen, Flow spüren
Viele Breathwork-Praktiken sprechen auch von Energiezentren (z. B. Chakras) oder dem Energiefluss im Körper. Emotionale Blockaden zeigen sich oft auch als: Druck im Brustkorb, Kloß im Hals, Schwere im Bauch.
Durch bewusstes Atmen kann diese Energie wieder ins Fließen kommen. Menschen berichten oft von einem Gefühl der Befreiung, Klarheit oder einem starken Frieden danach.
🔁 4. Integration: Neuverknüpfung im Gehirn
Wenn alte Emotionen gefühlt und losgelassen wurden, kann das Gehirn neue Verbindungen knüpfen:
🧘♂️ Wie fühlt sich das an?
Jede Erfahrung ist anders, aber hier sind typische Erlebnisse:
„Raum halten“ bei Breathwork bedeutet, einen sicheren, unterstützenden und achtsamen Raum zu schaffen, in dem der Klient oder die Klientin ihre eigenen inneren Prozesse durch den Atem erleben kann. Als Breathwork-Facilitator wirst du nicht aktiv in den Prozess eingreifen oder lenken, sondern präsent sein und dem Klienten den nötigen Raum geben, um zu fühlen und sich zu transformieren.
Wichtige Aspekte des „Raumhaltens“ bei Breathwork sind:
1. Sicherheit und Vertrauen schaffen
Raumhalten bedeutet, einen sicheren, nicht wertenden Raum zu kreieren, in dem sich die Person vollständig öffnen kann, ohne Angst vor Urteil oder Ablehnung. Dies schafft Vertrauen, das für tiefgehende emotionale und körperliche Transformation notwendig ist.
2. Präsenz und Achtsamkeit
Als RaumhalterIn bist Du voll präsent im Moment, achtsam auf die Energie und den Atem deines Klienten, ohne den Prozess zu kontrollieren. Du beobachtest, was geschieht, ohne zu drängen, und reagierst nur dann, wenn es notwendig ist – mit sanfter Unterstützung oder Führung.
3. Emotionale Unterstützung
Manchmal treten während einer Breathwork-Session starke Emotionen oder energetische Blockaden auf. Raumhalten bedeutet, dass du als Begleiter:in in der Lage bist, Ruhe, Verständnis und Akzeptanz zu vermitteln, während der Klient die Emotionen durch den Atem erlebt oder auslebt.
4. Atemführung und sanfte Unterstützung
Obwohl der Fokus auf der Selbstregulation liegt, kann es in bestimmten Momenten hilfreich sein, den Atem zu lenken oder sanfte Hinweise zu geben, um den Klienten tiefer in den Prozess zu begleiten. Dabei bleibt der Raum, in dem sie sich frei und sicher bewegen können, immer gewahrt.
5. Achtsame Reflexion und Nachbereitung
Nach einer Breathwork-Session ist es ebenfalls Teil des Raumhaltens, dem Klienten einen sicheren Ort zu bieten, um die Erfahrungen zu integrieren, sei es durch Gespräche, Reflexion oder Meditation und Entspannung.
Kurz: Raumhalten bei Breathwork ist die Fähigkeit, eine Umgebung zu schaffen, in der sich der Klient oder die Klientin vollkommen auf den Atem und die damit verbundenen inneren Prozesse einlassen kann, ohne Angst oder Ablenkung, aber mit sanfter Unterstützung, wenn nötig.
Stress aktiviert den sympathischen Teil des Nervensystems, auch als Kampf-oder-Flucht-Modus bekannt. Dieser Zustand führt zu einer Adrenalinausschüttung, erhöhter Herzfrequenz, Blutdrucksteigerung und einer verengten Atmung, um den Körper auf sofortige Aktion (also Kampf oder Flucht) vorzubereiten. Kurzfristig ist das in Ordnung.
Wenn der Stress jedoch chronisch wird, kann dies zu körperlichen Beschwerden wie Muskelverspannungen, Schlafstörungen und langfristigen Gesundheitsproblemen führen.
Breathwork hilft, die Stressreaktion zu unterbrechen, indem es den Parasympathikus, den Ruhe- und Verdauungsmodus, aktiviert.
Durch gezielte Atmungstechniken, wie langsames, tiefes Atmen oder verlängerte Ausatmungen, wird das Nervensystem beruhigt und die Hormonproduktion reguliert.
Dies senkt den Stresspegel, fördert die körperliche Entspannung, sodass der Körper aus dem Kampf-oder-Flucht-Modus in einen Zustand der Erholung und Regeneration übergeht.
Durch regelmäßiges Breathwork lernt der Körper, schneller aus stressigen Zuständen zurückzukehren, was zu einer dauerhaften Resilienz gegenüber stressigen Situationen führt.
Das Nervensystem des Menschen lässt sich in verschiedene Zustände (States) unterteilen, die jeweils bestimmte Reaktionen im Körper und Geist hervorrufen. Die wichtigsten Zustände des Nervensystems sind:
1. Sympathisches Nervensystem (Fight-or-Flight)
Zustand: Aktiviert in Stress- und Bedrohungssituationen.
Funktion: Bereitet den Körper auf eine schnelle Reaktion vor – entweder Kampf oder Flucht.
2. Parasympathisches Nervensystem (Rest-and-Digest)
Zustand: Aktiviert, wenn der Körper in einen Zustand der Erholung und Regeneration geht.
Funktion: Fördert Erholung, Verdauung und Wachstum.
Physiologische Reaktionen:
3. Nervus Vagus (Vagusnerv als Teil des Parasympathikus)
Zustand: Der Vagusnerv ist ein wichtiger Teil des Parasympathikus und spielt eine Schlüsselrolle bei der Beruhigung des Körpers.
Funktion: Der Vagusnerv fördert tiefere Entspannung und trägt dazu bei, die Stressreaktionen zu dämpfen.
Physiologische Reaktionen:
4. Dorsale Vagus-Aktivierung (Freeze oder Shutdown)
Zustand: In extremen Stress- oder Überlebenssituationen kann das dorsale Vagus-System aktiviert werden, was zu einer Gefühlsabstumpfung und körperlicher "Abschaltung" führen kann.
Funktion: Dieser Zustand tritt in Situationen auf, in denen der Körper das Gefühl hat, keine Kontrolle mehr zu haben oder keine Fluchtmöglichkeiten zu sehen (z.B. Trauma, Überwältigung).
Physiologische Reaktionen:
5. Ventraler Vagus (Sozialer Engagement-Zustand)
Zustand: Der ventrale Vagus ist aktiv, wenn der Körper im sozialen Engagement ist, d. h. in sicheren, unterstützenden Umfeldern.
Funktion: Fördert soziale Interaktionen und emotionale Verbundenheit, was das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen unterstützt.
Physiologische Reaktionen:
6. Hyperarousal (Übererregung)
Zustand: Übermäßige Aktivierung des sympathischen Nervensystems, oft im Zusammenhang mit chronischem Stress, Trauma oder Angststörungen.
Funktion: Der Körper bleibt in einem Zustand der Übererregung, was zu einer chronischen Anspannung und Unruhe führen kann.
Physiologische Reaktionen:
Wie Breathwork diese Zustände beeinflusst:
Breathwork-Techniken können helfen, das Nervensystem zu regulieren, indem sie den Körper gezielt aus stressbedingten Sympathikus-Reaktionen (Kampf- oder Flucht) in den Parasympathikus (Ruhe- und Verdauungsmodus) überführen. Durch tiefe, langsame Atmung oder gezielte Atemmuster kann der Körper in einen Zustand der Entspannung und Heilung zurückgeführt werden. Atemübungen aktivieren den Vagusnerv, was die Beruhigung des Nervensystems fördert und emotionale Blockaden löst.
Unsere Atmung ist nicht nur ein mechanischer Vorgang, sondern auch ein chemischer Prozess, bei dem Sauerstoff aufgenommen und Kohlendioxid (CO2) abgegeben wird. Im Körper steuert das CO2 eine wichtige Funktion: Es sorgt für die Abgabe von Sauerstoff an die Zellen, indem es die sog. Bohrsche Verschiebungskurve aktiviert. Diese Wechselwirkung zwischen Sauerstoff und CO2 ermöglicht es unserem Körper, den Sauerstoff besser zu nutzen.
Ein ungleiches Atemverhältnis – beispielsweise zu wenig CO2 im Körper aufgrund von flacher Atmung oder Hyperventilation – kann die Sauerstoffversorgung der Zellen beeinträchtigen und zu Energieverlust, Konzentrationsstörungen und Stressreaktionen führen.
CO2-Toleranz: Der Schlüssel zu besserer Atemkontrolle und Gesundheit
Unsere CO2-Toleranz beschreibt die Fähigkeit des Körpers, höhere CO2-Werte im Blut zu tolerieren, ohne dass es zu unangenehmen Reaktionen wie Atemnot oder Panik kommt. CO2 ist nicht nur ein Abfallprodukt, sondern spielt eine zentrale Rolle in der Atmungsregulation. Eine zu geringe CO2-Toleranz kann zu oberflächlicher Atmung, Stress und geringerer Leistungsfähigkeit führen.
Breathwork ist eine effektive Methode, um deine CO2-Toleranz zu erhöhen und die Atemchemie zu verbessern. Durch gezielte Atemübungen, wie langsames Atmen, Atempausen und gezielte Hyperventilation, wird der Körper trainiert, besser mit CO2 umzugehen und die Sauerstoffaufnahme zu optimieren.
Warum ist eine hohe CO2-Toleranz wichtig?
Erhöhte Sauerstoffaufnahme: Ein optimales CO2-Verhältnis ermöglicht eine bessere Sauerstoffaufnahme in den Zellen und eine verbesserte Leistungsfähigkeit.
©Elmar Meierzedt. Alle Rechte vorbehalten.
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